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ALLGEMEINE INFORMATIONEN DER VG HANSTEIN-RUSTEBERG

Das Forstamt informiert

Sturm „Eberhard“ und das Brennholz
Der Wald kommt nicht zur Ruhe.

Nach Sturm Friederike im Januar 2018 und Irenäus gab es einen Jahrhundertsommer. Insbesondere die
Fichte als „Flachwurzler“ war stellenweise überfordert und der Borkenkäfer hatte leichtes Spiel. Flächi-
geAbgänge der Fichte insbesondere auf Muschelkalk sind die Folge.
Sturm „Eberhard“ hat zwar am letzten Wochenende im Forstamtsbereich Heiligenstadt nicht flächig ge-
wirkt, aber vielerorts Einzelbrüche undWürfe im Laub- und Nadelholz hinterlassen.
Das Aufarbeiten und Anfahren dieser Einzelbrüche mit Rücketechnik ist oft nicht sinnvoll, die Aufarbei-
tung als Brennholz in Selbstwerbung aber sehr wohl.
Oft liegen die Brüche und Würfe in Wegesnähe, sind leicht aufzuarbeiten und im Falle von Käferfichten
schon „vorgetrocknet“.
Die Preise für Selbstwerbung bewegen sich z.B. im Nadelholz bei 10 €/rm (netto), in ungünstigen Lagen
auch noch darunter. Der nächsteWinter kommt bestimmt.
Bei Interesse kontaktieren Sie bitte unsere Revierleiter oder das Forstamt unterTel. 03606 55190.
gez. Achim Otto
Forstamtsleiter

Der Landkreis informiert

Gesetzliche Bestimmungen zum Umgang und zur Verwendung
von Feuerschalen

Nach den gesetzlichen Bestimmungen sind handelsübliche Feuerschalen im Sinne des Immissions-
schutzrechts sogenannte „nicht genehmigungsbedürftige Anlagen“, die der Wärmegewinnung als so-
genannteWärme- oder Gemütlichkeitsfeuer dienen.
Sie dürfen nur bestimmungsgemäß mit zulässigen Brennstoffen betrieben werden.
Zulässiges Brennmaterial ist in Anlehnung an den Betrieb für offene Kamine nur naturbelassenes stücki-
ges Holz (§ 3 Abs. 1 Nr. 4 der 1. BlmSchV) oder Presslinge in Form von Holzbriketts (§ 3 Abs. 1 Nr. 5a der 1.
BlmSchV).
Die Verwendung von Feuerschalen und Feuerkörben darf nicht zum Zweck der Abfallbeseitigung erfol-
gen, dieVerbrennung von Pflanzenabfällen wie Baum- und Strauchschnitt ist ausgeschlossen.
Wenn Feuerschalen bestimmungsgemäß gebraucht werden, dann ist, infolge der relativ raucharmen
Verbrennung des trockenen, stückigen Brenngutes, die Belastung der Luft durch Schwebteilchen uner-
heblich. Eine Genehmigung durch eine Behörde für den Betrieb von Feuerschalen ist daher nicht erfor-
derlich.
Es drohen jedoch empfindliche Bußgelder, wenn die Feuerschale nicht bestimmungsgemäß gebraucht
wird. Zum nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch zählt u.a. die Nutzung zur unzulässigen Abfallver-
brennung, die Verwendung sonstiger ungeeigneter Brennstoffe, starke Rauchentwicklung und damit
nachweislich erhebliche Beeinträchtigungen der Nachbarschaft und derAllgemeinheit.

Ihr Umweltamt

KURIER 04/19 5
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